Das Paddel und der Fußabdruck

„Das sind ja keine Schuhe, das sind ja Paddelboote.“ Der Wiener neigt zu Übertreibungen. In Yap hat ein großer Fuß auch etwas mit einem Paddelboot gemeinsam.

Die Spanier waren die ersten, dann kamen die Deutschen. Am Strand gelandet, erblickten sie eine Gruppe von Fischern. Wissbegierig stellten sie dann auch gleich die erste Frage: „ Wie heißt denn die Insel?“ Aber außer Achselzucken kam da nichts – verstand ja niemand.

Die Deutschen sind gründlich, genau und hartnäckig. So leicht geben sie nicht auf. Umso energischer haben sie mit Sicherheit darauf reagiert. Und Immer wieder: „Name bitte!“ Langsam bekommt der vorderste Fischer richtig Angst. „Nein, das in meiner Hand ist keine Waffe, es ist nur ein Paddel, ein Paddel!“

„Oh, it’s a Yap“, hätten die Deutschen wohl geantwortet, wenn sie Engländer und der Eingeborenensprache mächtig gewesen wären. Stattdessen lächelten sie zufrieden und glücklich –  ihre Frage war beantwortet: „Ah Yap!“

Und weil die Yapese überhaupt nicht nachtragend sind und er kurz und einfach auszusprechen ist, haben sie den Namen gleich behalten.

Der richtige Name der Insel lautet übrigens Waa´b. Er bedeutet Erde und Staub, aber auch Fuß und Fußabdruck. Ebenso wie die Insel aus der Vogelperspektive aussieht.

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